Kurzarbeit Steuererklärung – Steuernachzahlung Kurzarbeit – damit müssen Betroffene rechnen – Die Corona-Pandemie konfrontiert zahlreiche Steuerzahler mit Kurzarbeit. Die Folge davon: Kurzarbeiter, wenn sie mehr als 410 Euro erhalten haben, müssen eine Steuererklärung machen. Die große Frage für alle Betroffenen ist, ob sie auch Steuern nachzahlen müssen.

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Kurzarbeit Steuererklärung - Steuernachzahlung Kurzarbeit. Damit müssen Betroffene rechnen

Nach Kurzarbeit Steuererklärung machen – Droht auch eine Steuernachzahlung Kurzarbeit?

Die für alle Kurzarbeiter wichtigste Frage: Droht die Steuernachzahlung Kurzarbeit? Leider kann man dies nicht so einfach beantworten. Betroffene sollten sich auch nicht auf die Ergebnisse der zahlreichen, im Internet angebotenen Kurzarbeit-Rechner allein verlassen. Letztlich muss man das Thema Kurzarbeit Steuernachzahlung oder gibt es eine Steuererstattung für Kurzarbeiter individuell betrachten. Bei der seriösen Berechnung spielen alle steuerlich wesentlichen Lebensumstände eine Rolle, das gilt ebenso für die Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen und andere steuermindernde Ausgaben im Steuerjahr. Kurzarbeit Steuererklärung – Sprechen Sie am besten einen Steuerfachmann an. Dann erhalten Sie Gewissheit, ob Sie mit einer Steuernachzahlung Kurzarbeit rechnen müssen oder Sie sich auf eine Steuererstattung durch das Finanzamt freuen können. Die Steuerfachleute in einem Lohnsteuerhilfeverein können dies seriös ausrechnen.

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Kurzarbeit Steuererklärung: Abgabefrist ist der 1. bzw. der 2. November

Gewiss ist dies: Bei Kurzarbeit Steuererklärung ausfüllen und beim Finanzamt einreichen, das ist Pflicht. Wenn man 2020 mehr als 410 Euro aus der Arbeitslosenversicherung erhalten hat, dann verlangt das Finanzamt die Abgabe der Steuererklärung 2020.

Waren Sie im Jahr 2020 von Kurzarbeit betroffen, dann ist der letzte Abgabetag für die Kurzarbeit Steuererklärung der 1. November bzw. der 2.11.2021 (in den Ländern in denen der 1. November Feiertag ist).

Der Vorteil, wenn Kurzarbeiter die Steuererklärung von einem Lohnsteuerhilfeverein machen lassen: Sie gewinnen zusätzliche Zeit. Sie erhalten nicht nur eine seröse Antwort auf die Frage Steuernachzahlung Kurzarbeit oder gibt es doch eine Steuererstattung vom Finanzamt. Sondern Sie müssen die Steuererklärung Kurzarbeit dann erst Ende Mai des folgenden Jahres – also 2022 – fertigstellen.

Wer aber nicht bis spätestens 31. Mai 2022 die Steuererklärung eingereicht hat, der muss mit einer Aufforderung durch das Finanzamt und einem Verspätungszuschlag rechnen.

Warum müssen viele Arbeitnehmer Steuern nachzahlen? Thema Steuernachzahlung Kurzarbeit

Falls es tatsächlich zu einer Steuernachzahlung wegen Kurzarbeit kommt, ist der Grund dafür der sogenannte „Progressionsvorbehalt“. Das Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei. Wie alle Lohnersatzleistungen. Weitere Lohnersatzleistung sind unter anderem Krankengeld, Elterngeld, Insolvenz- oder auch Arbeitslosengeld.

Aber die Lohnersatzleistungen führen zu einem höheren Steuersatz. Das kann im Ergebnis bedeuten, dass man durch den erhöhten Steuersatz Steuern nachzahlen muss.

Ist man verpflichtet, nach Kurzarbeit eine Steuererklärung einzureichen, dann geht das Finanzamt so vor: Das Kurzarbeitergeld wird zu den gesamten steuerpflichtigen Einkünften des Steuerjahres dazugerechnet. Auch die – ebenfalls steuerfreie – Aufstockung durch den Arbeitgeber wird hinzugerechnet. Der Gesamtbetrag führt folglich zu einem erhöhten Steuersatz.

Der höhere Steuersatz wird dann auf die steuerpflichtigen Einkünfte angewendet.

Auch wenn nicht jeder Kurzarbeiter, der eine Steuererklärung abgeben muss, Steuern nachzahlt: Das Bundesfinanzministerium rechnet für das Steuerjahr 2020 damit, dass durch den Progressionsvorbehalt bei Kurzarbeit rund 1,6 Milliarden Euro mehr Steuern in die Staatskasse fließen.

Die Corona-Sonderregeln zum Thema Steuernachzahlung Kurzarbeit und Kurzarbeit Steuererklärung

Der Gesetzgeber rechnete bedingt durch die Corona-Pandemie mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Um diese einzudämmen, erleichterte man den Zugang zur Kurzarbeit. Auf den Seiten des Bundesarbeitsministeriums heißt es zu den Corona-Sonderregelungen zur Kurzarbeit:

„Kurzarbeitergeld soll schnell und gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Arbeitsausfälle haben.“

Im Wesentlichen gelten die Sonderregeln noch bis Ende 2021. Das heißt: Kurzarbeit Steuererklärung bleibt ebenso ein Thema wie Steuernachzahlung Kurzarbeit.

Dies sind die wichtigsten Sonderregelungen:

  • Bis zu 24 Monate lang darf Kurzarbeitergeld gezahlt werden und zwar ohne Unterbrechung;
  • je länger die Kurzarbeit andauert, desto höher die Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung;
  • bis zum vierten Monat beträgt das Kurzarbeitergeld 60 Prozent, lebt ein Kind im Haushalt, sind es 67 Prozent;
  • liegt der Entgeltausfall bei über 50 Prozent, erhöht sich das Kurzarbeitergeld ab dem vierten Monat auf 70 Prozent (77 % mit Kind);
  • ab dem siebten Monat steigt das Kurzarbeitergeld noch einmal und zwar auf 80 Prozent (87 Prozent mit Kind).

Diese Sonderregeln für die Kurzarbeit gelten für die Jahre 2020 und 2021. Außerdem vereinfachte der Gesetzgeber den Zugang zur Kurzarbeit. Eine der wichtigsten Sonderregeln betrifft die Voraussetzungen. Normalerweise muss ein Drittel der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein. Während Corona reicht es aus, wenn mindestens zehn Prozent der Arbeitnehmer eines Unternehmens betroffen sind.

Wie viele Arbeitnehmer sind von Kurzarbeit Steuererklärung und Steuernachzahlung Kurzarbeit betroffen?

Im April 2020 gab es die höchsten Kurzarbeiterzahlen: Knapp sechs Millionen Arbeitnehmer waren betroffen, so das Statistische Bundesamt. Nach den Hochrechnungen der Wiesbadener Statistiker lagen die Kurzarbeiterzahlen im November 2020 bei 2,4 Millionen. Nach Schätzungen des ifo-Instituts in München erhielten im März 2021 rund 2,7 Millionen Arbeitnehmer Geld aus der Arbeitslosenversicherung.

So wird das Kurzarbeitergeld berechnet. Ein Beispiel: Der Arbeitgeber reduziert die Arbeitszeit der Mitarbeiter um 50 Prozent. Die Betroffenen erhalten folglich auch nur noch 50 Prozent des ursprünglichen Lohns. Anders ausgedrückt: Der Verdienstausfall liegt in diesem Beispiel bei 50 Prozent. Um den Verdienstausfall abzumildern zahlt die Arbeitslosenversicherung einen Teil des Verdienstausfalls. In dem Beispiel heißt das: Verdienstausfall 50 Prozent – davon erhalten die Betroffenen anfangs 60 Prozent als Kurzarbeitergeld. Lebt im Haushalt eines der Betroffenen noch ein Kind, gleicht die Arbeitslosenversicherung 67 Prozent des Lohnausfalls aus.

Wer in diesen Fällen mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld erhielt, der muss wegen Kurzarbeit Steuererklärung anfertigen und abgeben. In vielen aber längst nicht in allen Fällen kann es unter Umständen dann zur Steuernachzahlung Kurzarbeit kommen.

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Kurzarbeit Steuererklärung – Steuernachzahlung Kurzarbeit. Damit müssen Betroffene rechnen ultima modifica: 2021-08-03T15:04:43+02:00 da Red. Lohnsteuerhilfeverein