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Steuern sparen beim Wohnungsbau – Dies war das Ziel der Bundesregierung. Eigentlich sollte das Modell längst umgesetzt sein. Doch nach Darstellung der Unionsfraktion ist es „vorerst auf Eis gelegt“. Streitpunkte zwischen Unionsfraktion und SPD sind die Mietpreisbindung sowie die Fördergrenzen. Voraussichtlich nach den Sommerferien werden die Parteien die Verhandlungen wieder aufnehmen. Ursprünglich sah das Modell Steuern sparen beim Wohnungsbau vor, dass mit Sonderabschreibungen über 3 Jahre der Mietwohnungsbau in angespannten Regionen gefördert werden sollte.

Steuern sparen im Wohnungsbau – so sah der jetzt „auf Eis gelegte“ Plan der Bundesregierung aus

Bis zu zehn Prozent der Baukosten im ersten und zweiten Jahr, im dritten Jahr bis zu neun Prozent – diese Steueranreize für den Bau von Mietwohnungen hat das Bundeskabinett jetzt beschlossen. „Alles in allem können in den ersten drei Jahren bis zu 29 Prozent der Baukosten als Sonderabschreibung abgesetzt werden“, sagt Bernd Werner, Vorstand der Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer e. V., Lohnsteuerhilfeverein, Sitz Gladbeck: „Ob durch die Förderung tatsächlich dringend benötigte bezahlbare Wohnungen entstehen, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall ist die Förderung für Anleger eine interessante Option.“

Steuern sparen beim Wohnungsbau

Steuern sparen beim Wohnungsbau – die Bundesregierung hat das Programm jetzt auf den Weg gebracht.

Steuern sparen beim Wohnungsbau – Förderung für günstige Wohnungen – was genau wird gefördert?

Im ersten und zweiten Jahr können pro Jahr bis zu zehn Prozent der Baukosten, im dritten Jahr bis zu neun Prozent der Auslagen abgesetzt werden. Zu den abschreibungsfähigen Kosten zählen alle Baukosten – ohne Grundstückskosten und ohne Ausgaben für Außenanlagen:

  • Gefördert wird der Neubau aber auch der Kauf von Wohnungen;
  • Die Wohnungen/Häuser müssen mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken vermietet werden;
  • Ferien- oder Zweitwohnungen werden nicht begünstigt;
  • Die Vermietung an Familienangehörige oder Mitarbeiter (zum Beispiel den Hausmeister) ist im Gesetz jedoch nicht ausgeschlossen;
  • Die steuerliche Förderung ist zeitlich begrenzt: Der Bauantrag muss zwischen Januar 2016 und bis Ende 2018 gestellt werden.
  • Um die Förderung luxuriöseren Wohnraums auszuschließen, wurde eine Baukostenobergrenze eingeführt: Diese liegt bei maximal 3000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, absetzbar sind maximal 2000 Euro je Quadratmeter.

 

Das Bundesministerium der Finanzen schreibt zu Steuern sparen beim Wohnungsbau – Förderung für günstige Wohnungen:

Mit der Einführung einer zeitlich befristeten Sonderabschreibung soll die Schaffung neuer Mietwohnungen im unteren und mittleren Preissegment in ausgewiesenen Fördergebieten steuerlich gefördert werden.

Günstige Wohnungen sind vor allem in Ballungsräumen seit Jahren schon knapp. „Dazu kommt nun der Zuzug vieler Flüchtlinge. Wir müssen jetzt die richtigen Anreize setzen“, sagte Bundesfinanzminister Schäuble. Damit die Fördergelder auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden, ist die Sonderabschreibung auf ausgewiesene Fördergebiete begrenzt.

Steuern sparen beim Wohnungsbau – ein Beispiel

Wer in eine 100-Quadratmeter-Wohnung in Köln investiert, darf nicht mehr als 300.000 Euro ausgeben (ohne Grundstückskosten etc.). Bemessungsgrundlage sind 200.000 €, davon sind steuerlich absetzbar 29 Prozent zuzüglich der regulären 2 Prozent pro Jahr also gleich 70.000 Euro. Das entspricht bei einem Spitzensteuersatz von 33,3 Prozent einer Steuerersparnis von 23.300 Euro.

„Das ist für viele, die gute bis überdurchschnittliche Gehälter erzielen eine interessante Option,“ sagt Bernd Werner: „Zum Beispiel könnte die Investition auch als Altersvorsorge dienen.“

Hauseigentümer können jenseits der Baukosten auch zum Beispiel die „haushaltsnahen Handwerkerleistungen“ steuerlich gelten machen. Lesne Sie mehr dazu in den News der Lohnsteuerhilfe.

Steuern sparen beim Wohnungsbau – Förderung für günstige Wohnungen ultima modifica: 2017-02-05T13:29:23+00:00 da Redaktion LSTHV